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    Freude

    Freude bei Maria und Joseph, Freude der Hirten, Freude bei Hanna und Simeon, Freude der Engel und Gottes strahlen. In den Gottesdienstlesungen über Weihnachten nach Lukas war sehr viel Freude, waren Menschen die sich über Veränderungen in ihrem Leben von Herzen freuten, ja lachten. In unserem Alltag scheint die Freude der Angst zu weichen. Diese Angst war für uns als Pfarrfamilie über Weihnachten oft in unserem Umfeld zu spüren: Angst sich einschränken zu müssen, auf Kontakte verzichten zu sollen, anders als sonst Weihnachten zu feiern. Das ist schade. Das Leben ist kein Wunschkonzert, sagt man. Veränderungen gehören dazu. Der Glaube lehrt uns, das Hier und das Jetzt aus Gottes Hand…

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    Mitternacht

    Ein etwas anderes auch Weihnachtsgedicht von Georg Trakl trägt den Titel „Untergang“: Über den weißen Weiher Sind die wilden Vögel fortgezogen. Am Abend weht von unseren Sternen ein eisiger Wind. Über unsere Gräber Beugt sich die zerbrochene Stirne der Nacht. Unter Eichen schaukeln wir auf einem silbernen Kahn. Immer klingen die weißen Mauern der Stadt. Unter Dornenbogen O mein Bruder klimmen wir blinde Zeiger gen Mitternacht. Ist, lieber Leser, die Mitternacht das Nichts zwischen 24 Uhr und 0 Uhr oder die Stunde zwischen Null und Ein Uhr? Klimmen wir für „Immer“, dem Nichts entgegen, einem Riß in der Nacht, in den wir stürzen oder verwandelt sich in der Mitternacht die…

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    Coronaausbruch unter den Kirchvorstehern und Mitarbeitern

    In der ersten Adventswoche gab es mehrere positive Tests im Kreis von Kirchvorstehern und Mitarbeitern im Kirchspiel. Von Seiten der Landeskirche gibt es keine Richtlinien, wie damit umzugehen ist und es ist den Kirchenvorständen selbst überlassen, ob sie etwas tun oder nichts tun. Da Gremienarbeit langwierig und zur Zeit eher schwierig ist, möchte ich Sie als Pfarrer dieses Gemeindegebietes persönlich bitten, sich an die Kontaktbeschränkungen zu halten und den Heiligen Abend ohne einen Gottesdienstbesuch zu planen. Für den Fall, dass Andachten am Heiligen Abend zu den angegebenen Zeiten stattfinden dürfen, wird das in einer sehr schlichten und kurzen Form sein. Für den Fall eines Kirchenbesuches zu einem Gottesdienst oder einer…

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    Läuteordnung

    Im vergangenen Jahr haben wir uns im Kirchenvorstand Gedanken über unsere Läuteordnung gemacht. Im Ergebnis haben wir die derzeitigen Läuteregeln zu Papier gebracht, uns beraten lassen und eine neue Läuteordnung eingereicht. Diese ist jetzt genehmigt. Das Internet bringt es mit sich, dass wir diese Ordnung nicht mehr vollumfänglich in der Zeitung veröffentlichen müssen. Sie hat den vierfachen Umfang der Ordnung aus den 70ger Jahren. Wir haben sie jetzt auf der Seite Ankündigungen öffentlich gestellt.

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    Pieta

    Als Geschenk hat die Autobahnkirche eine 130 cm breite und 110 cm hohe Pieta erhalten. Superintendent in Ruhe Conzendorf hat sie aus Neukirch vorbeigebracht. Ursprünglich war der Gedanke, sie auf die Rückseite des Altars zu hängen. Damit wollten wir einem erneuten Zustellen der Altarrückwand mit Krimskrams vorbeugen. Sie wäre allerdings dann nicht gut zu sehen. Der Altarumgang bei Wandelkommunion kann nur hintereinnander gegangen werden. Er ist schmal. Deshalb hat sie jetzt ihren Platz im Amtszimmer des Pfarrhauses gefunden, wo öfter Trauergespräche geführt werden. Im Laufe der nächsten Wochen werden Sie den Altar öfter von hinten sehen, wenn Sie die Kirche betreten. Die Kokosläufer aus den Mittelgängen des Kirchenschiffes sind entfernt…

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    Gedenkbuch Verkehrstote

    Unser Gedenkbuch war in diesem Jahr in der Buchbinderei Lindner in Radebeul. Es gab mehrere Kritzeleien und wir haben die Seiten austauschen lassen. Jetzt sollen noch zwei neue Einträge im Kloster in Panschwitz erfolgen. Anschließend werden wir es zum Gedenkgottesdienst am 15.11. 14.30 Uhr in unserer Kirche wieder auslegen. Wir sind froh, dass die Zahl der Verkehrstoten zurückgegangen ist. Die Autobahnkirche wird aber weiter der Ort des Gedenkens in der Region bleiben.

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    Grufthaus

    30 Jahre nach der Deutschen Einheit ist das Grufthaus im Osten auf dem Uhyster Friedhof verschlossen. Der straßenseitige Sims des Hauses wurde in den zurückliegenden beiden Jahren viermal von linksabbiegenden LKWs nun auf ganzer Länge eingedrückt und der Dachstuhl ist im Inneren notgesichert. Mit der deutschen Einheit begann der Ausbau der A 4 in der Oberlausitz: Die Kreuzung auf der Autobahn bei Ohorn verschwand genauso wie die Pflasterversuchsstrecke, die nach Erinnerung von Zeitzeugen in Endzeiten der DDR mit maximal 20 km/h befahren werden konnte. Die Lagerhallen vor Weißenberg wurden abgebaut, unter denen nach Erzählungen Ratten ihre Gänge gegraben hatten. Noch davor wurden die Motorradrennen auf dem Bautzener Autobahnring eingestellt, wo…

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    Arbeit eines Pfarrers in früheren Zeiten

    Vor Zeiten, als der Pfarrer in Pohla Hirte von weniger als 300 Schäfchen war, ging er neben seiner Amtsthätigkeit auch selbstgewählten Aufgaben nach. Das Interesse von Karl August Jentsch lag weniger im Tabakanbau oder der Bienenzucht als vielmehr unter anderem in der Erfassung und Auflistung von Sorabica. Über das reine Sammlerinteresse hinaus, war es sein Beitrag zur Erhaltung und Pflege der sorbischen Sprache, seiner Muttersprache. Diese Sprache war vor Zeiten ein wunderschöner Dialekt der Landbevölkerung mit vielen Wörtern aus dem bäuerlichen Alltag, mit Sagen und Märchen und Geschichten, die etwa auch die sächsischen Könige kannten, die von sorbischen Ammen die Brust bekamen. Als dann vor 150 Jahren das Deutsche Reich…

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    Konfirmation

    In diesem Jahr feiern wir in Uhyst und Pohla zwei Tage vor dem Michaelistag Konfirmation. Das ist zwar ungewöhnlich, hat aber Tradition. Mit dem Michaelistag beginnen die klassischen Zahltage in der Landwirtschaft, die im 19. Jahrhundert hier wohl bis Kirchweih reichten. Das erste Kirchweihfest hier ist der letzte Septembersonntag in Pohla. Uhyst folgt Mitte Oktober und Burkau um den Reformationstag. Im Herbst wurde früher gezahlt. Die Dienstboten hatten im Anschluss die Möglichkeit zu bleiben oder zu wechseln. Hausmädchen, Pferdeknechte oder ähnliches nahm den Dienst auf. Zu Zeiten meiner Urgroßeltern, die noch in Stube und Kammer wohnten, war es üblich, dass Jugendliche mit 14 in Stellung gingen: Da alle Kinder in…

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    Leuchtkreuz

    Viele Jahre leuchtete an der Südseite des Kirchturms nachts ein fast drei Meter hohes Kreuz. Für viele Uhyster war es zum Teil ihres Heimatgefühls geworden. Als es im Frühling seinen Geist aufgab, war es ein dringendes Anliegen, das Kreuz zu reparieren und wiederherzustellen. Das sollte im Rahmen der Baumaßnahmen geschehen, wenn das Gerüst am Turm steht. Abgenommen haben wir es schon. Da aber einzelne männliche Fledermäuse im Kirchendach und trotz der Mobilfunkantennen sogar im Turm unterschlüpfen, soll die Südseite der Kirche künftig nachts dunkel bleiben, um den Fledermäusen das Einfliegen und Ausfliegen zu erleichtern. Die Strahler von Westen und Norden haben Bestandsschutz. Der jetzt gebotene Verzicht auf das Kreuz führt…