Veranstaltungen

Die aktuellen Kirchennachrichten liegen in den Kirchen aus und sind im Pfarramt erhältlich.

eingeschränkte Versammlungsmöglichkeiten

  • Es erfolgen keine Einladungen zur Jubelkonfirmation. Die Gottesdienste zur Jubelkonfirmation werden voraussichtlich im nächsten Jahr nachgeholt.

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Gottesdienste

  Burkau Demitz-Thumitz Pohla Uhyst
Trinitatis
7. Juni
10.00 Uhr Gottesdienst   14.00 Uhr Gottesdienst  
1. Sonntag nach Trinitatis
14. Juni
  14.00 Uhr Gottesdienst   10.00 Uhr Gottesdienst

Rotschwänzchen

Der am 25. Mai herausgefallene Nestling

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott. Psalm 84,4 – Die weit offene Tür unserer Autobahnkirche in den vergangenen beiden Monaten war nicht nur Einladung zu Gebet und Andacht. Ein Rotschwänzchen hat über dem Altar in einer von hinten zugänglichen Nische ein Nest gebaut und vier Eier ausgebrütet. Frau Tenne hat ein Schälchen mit Wasser neben das Taufbecken gestellt. In der Woche vor Pfingsten war einer der Kleinen aus dem Nest gefallen und wir haben ihn zurückgesetzt. Auch wenn durch Bauarbeiten zur Zeit ohnehin Schmutz in der Kirche ist, ist die dauerhafte Anwesenheit einer sechsköpfigen Vogelfamilie in der Kirche nicht gut. Im 84. Psalm, der jedes Jahr zu Kirchweih gelesen wird, ist das Vogelnest am Altar ein Bild dafür, dass uns unser Gotteshaus Heimat, Schutz und Geborgenheit schenken will. In der Nähe Gottes dürfen wir wohnen, ein Nest bauen und Segen erfahren. Der Beter des Psalms sehnt sich nach dieser Nähe Gottes und macht sich deshalb auf den Weg zum Tempel und weiß, dass er diese Nähe erfahren wird. Mit dem kleinen Spatz in der Hand denken wir aber auch daran, wie schnell die Küken flügge werden. Eben noch aus dem Ei gekrochen machen sie schon erste Flugversuche, stürzen sich ins Leben und können leichte Beute für die Katze werden, die auch weiß, dass die Kirchentüre offen ist und wo der Vogel wohnt. Wir möchten jetzt, wo die Zahlen an Infektionen wieder zurückgehen, die Kirchentür wieder zuklinken. Aber wir können die Rotschwänzchen nicht einfach in der Kirche einsperren. Wir hoffen, dass sie den Sommer über noch einen anderen Platz als den Altar der Uhyster Kirche finden. Der 84. Psalm ist ein Pilgerlied. Die Vorfreude und das Verlangen der Wandernden nach dem Gottesdienst am Tempel ist groß. Wie schön wäre es, dort wohnen zu können, ein Nest zu bauen und zu bleiben. Aber sie werden wieder aufbrechen und zurückkehren wie die Zugvögel im Herbst. Nun hat auch Gottes Geist, an den wir zu Pfingsten denken, für uns die Gestalt eines Vogels, einer Taube. Sie fliegt frei unter Gottes weitem Himmel. Aber vielleicht macht beides Heimat aus: Das Haus, in dem wir ein Nest bauen dürfen und die offene Tür in den Himmel, in den wir eintreten, wenn wir das Haus verlassen. Bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Marko Mitzscherling