Autobahnkirche Uhyst a.T.

Autobahn A4, Dresden Richtung Görlitz, Anschlusstelle Uhyst a.T.

Sa - 16.12.2017   Besucher: 95521

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Kontakt:

Autobahnkirche Uhyst a.T.
Taucherwaldstraße 73
01906 Burkau OT Uhyst
Tel.: 035953-8310

Geschichte der Autobahnkirche in Uhyst am Taucher

Am 5. Mai 1996 wird die Parochialkirche Peter & Paul in Uhyst als erste Kirche im Freistaat Sachsen während eines ökumenischen Festgottesdienstes als Autobahnkirche geweiht. Unter den anwesenden Vertreter von Bundes- und Landesministerien, der Landkreis Bautzen und Kamenz sowie der Uhyster Kirchenvorstand. Das Weihegebet spricht der katholische Priester Michael Anders aus Panschwitz-Kuckau, die Predigten halten der evangelische Gemeindepfarrer Andreas Blumenstein(Uhyst) und der katholische Pastor Dr. Rudolf Kilank(Ostra). In das damals ausgelegte ausgelegte >>Fürbitte- und Anliegenbuch<< haben sich viele Leute mit ihren Hoffnungen, Wünschen und Dankesworten eingetragen, die in der Kriche rasteten und Andacht hielten. Leider verwüsteten in der Nacht zum 3. Oktober 1997 Unbekannte das Innere der Kirche, schändeten die Bibel und das Altarkreuz und machten das Fürbitte- und Anliegebuch unbrauchbar. Seitdem gibt es ein zweites Buch, das mit einem Grußwort des Pfarrers der Autobahnkirche Himmelkron an der A9 bei Bad Berneck im Fichtelgebirge eröffnet wurde.

Wie der Informationstafel neben dem Altar zu entnehmen ist, laden die Autobahnkirchen zu Entspannung, Besinnung und Andacht ein. Reisende können wieder zu sich finden.

In der Loge im westlichen Kircheschiff erinnert ein Gedenkbuch an die Verkehrstoten. Eine Kerze wird ihnen zum Gedächtnis angezündet.
Über die sakrale Nutzung hinaus steht die Gemeinde- und Autobahnkirche Peter & Paul zu Uhyst auch für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge zur Verfügung. Sie ist für alle Menschen, deren Seele Atem holen will, Tag und Nacht geöffnet.

Die heutige Autobahnkirche wurde 1801 geweiht. Sie hatte einen Vorgängerbau, der bereits 1412 benannt wird. Die Vorbilder für den Bau der Uhyster Kirche stehen in Pretzschendorf/Osterzgebirge und in Lohmen/Sächsische Schweiz.
Die Kirche ist eine Saalkirche mit gestrecktem achteckigen Grundriss. An der Westseite des Saales steht ein 40m hoher quadratischer Turm mit Haube und Zwiebelkrönung. Im Innenraum gibt es einen Kanzelaltar. Die Urgel von Urban Kreutzbach wurde 1856 eingebaut und nun nach langem Anlauf 2007 restauriert. Im Kirchenraum befindet sich in der Mitte ein Kronleuchter aus böhmischem Glas. Bemerkenswert ist der Taufstein aus Marmor - ein dunkelgrünes Becken auf einem weißen Sockel. Der bronzene Taufdeckel wurde sicherheitshalber unter Verschluss genommen.
Die Kirche wirkt besonders nach der Renovierung 1996/97 sehr hell, dies wird unterstützt durch die großen Korbbogenfenster. Interessant sind ebenfalls die drei Emporen und die Herrschaftsloge in der ersten Empore. Das derzeitige Geläut stammt aus der Nachkriegszeit des letzten Jahrhunderts und wurde von der Firma Schilling in Apolda hergestellt.